Mein April 2026: zwischen virtuell und analog

Durch meine Arbeit bin ich viel virtuell unterwegs: viel Zeit am Computer, Beschäftigung mit dem Thema KI und Teilnahme an Online-Formaten. Doch diesen Monat gab es viel analogen Ausgleich. Die Gartensaison hat richtig begonnen und wir waren ein paar Tage in der Sächsischen Schweiz wandern. So gerne ich am PC arbeite, so gut tut es mir, draußen zu sein. Von beiden Welten berichte ich hier in meinem April-Rückblick.

Der Blog-Kurs hat genügend Anmeldungen

Mitte April erreicht der geplante Blog-Kurs bei der VHS in Solingen die Mindestteilnehmerzahl. Es ist also klar, er findet am 6. Mai statt. Der erste Termin war im letzten Herbst mangels Nachfrage abgesagt worden. Umso mehr freue ich mich, dass es diesmal klappt.

Wenngleich das Konzept schon steht, muss ich die Inhalte noch im Detail ausarbeiten und beginne damit zeitnah nach der Zusage. Auch die neueren Entwicklungen aufgrund KI und GEO sollen im Kurs berücksichtigt werden. Im Herbst war ich bezüglich dieses Themas etwas frustriert, bin aber nach wie vor der Meinung, das Bloggen ein wichtiges und sinnvolles Marketing-Instrument ist und sich nur die Spielregeln wieder geändert haben.

Mit viel Enthusiasmus stelle ich daher den Kurs zusammen und freue mich darauf, den Input bald weitergeben zu können und anderen Selbständigen eine Entscheidungsgrundlage zu liefern, ob Bloggen auch für sie das Richtige ist.

Bewerbung beim Female Empowerment Bundle

Anfang April lese ich im Blog von Sandra Hylla über ihre geplante Aktion, gemeinsam ein kostenfreies Angebot für Frauen zu kreieren. Der Gedanke dahinter: einerseits Frauen wertvolle Unterstützung zukommen zu lassen und sich gleichzeitig mit anderen selbständigen Frauen zu vernetzen und die eigene Newsletter-Liste größer werden zu lassen. Das klingt spannend. Da ich in wenigen Tagen im Urlaub bin, schaffe ich es aber nicht, die Bewerbung sofort fertig zu stellen. Die Anmeldefrist läuft bis Mitte April, daher vertage ich es auf nach dem Urlaub. Und schaffe es auf den letzten Drücker, die Bewerbung am Abend der Deadline einzureichen.

Sandra nimmt sie tatsächlich an, daher kommen in der letzten April-Woche noch Anpassungen an dem Angebot, der Funnel-Bau und die Content-Produktion für die Bewerbung des Aktions-Bundles mit auf die To-Do-Liste. Es wird alles rechtzeitig fertig.

Die Aktion läuft vom 1. bis 10. Mai. Am ersten Mai ist auch ein Blogartikel dazu online gegangen.

Webinar-Monat

Empfinde nur ich es so oder werden mittlerweile an jeder Ecke Webinare angeboten? Das Prinzip Launchen über Webinar oder Workshop ist mir natürlich bekannt, aber bei der Vielzahl der angebotenen Webinare wird mir aktuell etwas schwindelig. Gefühlt schreit jeder zweite Newsletter „Komm in mein Webinar“ und auch die Werbung, die mir auf Social Media eingeblendet wird, enthält sehr oft kostenfreie Launch-Events.

Je nachdem, wie gut diese Veranstaltungen gemacht sind, nehme ich diese Gelegenheit dennoch ab und an gerne wahr, um Entwicklungen mitzubekommen oder einen kleinen Wissenshappen aufzunehmen. Da das aber in der Regel sehr zeitintensiv ist, muss ich gut wählen und auch spannend klingende Themen ignorieren. Dreimal werde ich diesen Monat allerdings schwach.

Im Webinar von Marietta Ullmann ging es um ihren eigenen Werdegang und wie sie von verschuldeter, alleinerziehender 3-fachen Mutter zur sechsstelligen Unternehmerin geworden ist. Marietta verbindet Traumaarbeit, Persönlichkeitsentwicklung und Unternehmertum zu einer energiegeladenen, authentischen Mischung und hilft anderen Frauen dabei, ihre eigenen PS auf die Straße zu bringen und diese Welt zu einem besseren Ort zu machen. Ich habe sie vor einigen Monaten auf Instagram für mich entdeckt und mag ihre Klarheit und den Wumms, den sie versprüht. Sehr inspirierend.

Ein Highlight war natürlich das Webinar von Judith Peters. Ihre Veranstaltungen kann ich uneingeschränkt empfehlen. Kein Verkaufsblabla, sondern wirklicher Input. Und auch ihre Weiterbildungen machen Spaß. Diesmal ging es um das Thema Newsletter und den Einsatz von KI zur schnelleren Umsetzung. Auch sehr spannend.

Das letzte Webinar im April war von Digital Beat zum Thema KI Marketing. Eine zackige Übersicht, über das, was heute alles so möglich ist und wie KI nicht nur als lose verteilte Einzelinstrumente genutzt, sondern als Prozess gedacht und umgesetzt werden kann. Das Gezeigte bezog sich vor allem auf größere Unternehmen. Ich selbst suche dabei dann immer nach der Umsetzungsmöglichkeit für Soloselbständige. Womit ich zum nächsten Thema komme.

KI und was das für mich aktuell bedeutet

Tatsächlich gibt es Tage, an denen es mich innerlich fröstelt, wenn ich an KI denke. Wie lange wird mein Wirken noch benötigt und wann werde ich ersetzt, weil KI das, was ich tue, besser und günstiger kann? Ja, darüber denke ich nach und fröhlich macht mich das nicht. Daher halte ich meine Augen und Ohren in alle Richtungen offen, um die aktuellen Entwicklungen zu verfolgen und meine Daseinsberechtigung in diesem rasanten Veränderungsprozess neu zu definieren und zu finden. Und fühle mich doch das ein oder andere Mal abgehängt.

Wenn ich mich mit dem Thema KI beschäftige, dann stoße ich einerseits auf die, die zu Geschwindigkeit und Veränderung rufen, die den KI-Hype pushen und von ihren grandiosen Erfahrungen berichten, beispielsweise wie effizient und schnell ihre Prozesse und Umsetzungen nun sind. So hat die Online-Unternehmerin Sigrun gerade alle ihre Kurse auf KI umgestellt. Die Betreuung der Kundinnen übernehmen aber weiterhin sie und ihr Team. Klingt nach einer guten Mischung. Gleichzeitig stellt sie düstere Prognosen für alle jene auf, die diesen bedeutenden Wandel ignorieren und jetzt nicht reagieren und sich anpassen.

Und anderseits gibt es die kritischen Stimmen, die zur differenzierten Auseinandersetzung mahnen und auch die negativen Seiten benennen. Und ja, auch die ehrlichen Berichte, wo es mit der KI noch nicht so toll läuft. So schrieb die Journalistin und Online-Unternehmerin Marike Frick Ende April in ihrem Newsletter davon, wie sie dem Claude-Hype mal auf den Grund gehen und sich einen Blogartikel schreiben lassen wollte. Der Artikel war am Ende wohl gut, aber alles in allem hat sie sieben Stunden benötigt, um immer wieder Korrekturschleifen drehen zu lassen und nachzubessern, damit der Artikel wirklich nach ihr klingt und ihrem Anspruch an einen guten Text genügte. Großes Thema waren dabei die generischen Formulierungen, die sich immer wieder einschlichen. Sieben Stunden klingt nicht wirklich nach Arbeitserleichterung. Was nicht heißt, dass es in anderen Bereichen nicht doch funktioniert. Und davon gehe ich aus.

Meine eigene Erfahrung zum Thema Bloggen mit KI, allerdings mit einem älteren Modell von ChatGPT, ist hier zu lesen.

Wir sind auf jeden Fall in einem großen Umbruch. Und weder verschließe ich davor die Augen, noch habe ich für mich eine Antwort darauf gefunden. Das Thema hat mich im April innerlich auf jeden Fall sehr bewegt. Schreib mir gerne in die Kommentare, wo du gerade bei dem Thema stehst und tausche dich mit mir dazu aus.

Meine Blogartikel im April

Im Blog ging es eher gemächlich zu. Zwei Artikel haben das Licht der Welt im April erblickt. Sie sind dafür beide sehr lang geworden und liefern ein paar Grundlagen meiner Arbeit.

Betreff schreiben: 6 Wege, wie dein Newsletter geöffnet wird
Der Betreff als Türöffner ist die wichtigste Zeile deines ganzen Newsletters. Mit ihm steht und fällt maßgeblich die Öffnungsrate. In diesem Artikel gibt es die Grundlagen und sechs Möglichkeiten, den Betreff zu schreiben.

Titelbild des Blogartikels Newsletter-Betreff, hier in verkleinerter Version für den April-Rückblick

Was ist Content Marketing?
Wenn du dich fragst, was dieses Content Marketing eigentlich ist, hier gibt es die Antwort. Ebenso auch darauf, was es nicht ist. Was macht Content Marketing für selbständige Expertinnen attraktiv und wie setzt man es um? Auch dazu liefert der Artikel Antworten.  

Was sonst noch so war

Das Osterwochenende war dicht gefüllt mit Programm. Da wir Ostersonntag bereits in den Urlaub fahren wollten, verlegten wir ein Familientreffen mit Kaffeetrinken auf den Karfreitag. Samstags war ich zu einer Freundin nahe der niederländischen Grenze eingeladen: Osterfeuer und Einweihungsparty für das neu erworbene Haus. Und am Sonntag ging es dann schon am Morgen wieder los in die entgegengesetzte Richtung, in die  Sächsische Schweiz.

Urlaub in der Sächsischen Schweiz

In der Woche nach Ostern waren wir für ein paar Tage in der sächsischen Schweiz. Die Fahrt verlief entspannt, der große Schock kam bei der Ankunft: ich hatte mich beim Buchen mit der Woche vertan und wir standen vor einer belegten Ferienunterkunft. Ich war fassungslos, wie mir ein solcher Fehler unterlaufen konnte und war für eine Weile in regelrechter Schockstarre. Der Vermieter war sehr hilfsbereit und organsierte uns ein Zimmer im Nachbarort. Glück gehabt. Zwei Tage später war dann auch die eigentlich angedachte Ferienwohnung frei und wir zogen noch mal um.

Abgesehen von diesem etwas turbulenten Start in den Urlaub, hatten wir eine gute Zeit. Das Wetter war prächtig, wir hatten ausschließlich Sonnenschein. Diese Ausflüge haben wir unternommen:

  • Wandern im Bielatal (Herkulessäulen)
  • Felsenlabyrinth Langhennersdorf
  • Wanderung von Rathen über die Schwedenlöcher hoch zur Bastei
  • Altstadt Pirna und DDR Museum
  • Tyssaer Felsenwände in der Böhmischen Schweiz

Es war sehr, sehr schön. Wir kommen bestimmt noch mal wieder.

Ein Fels im Bielatal ragt in die Höhe
Im Bielatal unterwegs zwischen hohen Felstürmen
Blick von oben auf eine Felssäule im Bielatal
Ebenfalls im Bielatal
Blick von der Bastei hinuter auf Rathen und die Elbe
Blick von der Bastei hinunter auf die Elbe und den Ort Rathen
Blick zwischen zwei Felsen der Bastei hindurch
Blick zwischen zwei Felsen der Bastei hindurch
Dorothee stemmt spaßeshalber gegen einen großen Felsen im Langhennersdorfer Felsenlabyrinth
Im Langhennersdorfer Felsenlabyrinth
Im Felsenlabyrinth Langhennersdorf, ein langer schmaler Gang durch den Dorothee sich quetscht
Platzangst sollte man im Labyrinth besser nicht haben.
Tyssaer Felsenwände in der Böhmischen Schweiz
Sehr beeindruckend waren auch die Tyssaer Felsenwände in der Böhmischen Schweiz
Felstreppe an den Tyssaer Felsenwänden in der Böhmischen Schweiz

Gartenarbeit und Hühnergegacker

Wer einen Garten hat, weiß, dass im April viel zu tun ist. Und so fand man mich nach der Arbeit des Öfteren im Beet wühlend und Kartoffeln versenkend im Garten. Sogar drei neue kleine Beete habe ich angelegt, ein Projekt, das schon länger auf Umsetzung gewartet hatte.

Unsere neuen Gartenbewohnerinnen, die 5 Hühner, haben sich bereits gut eingelebt. Ich freue mich, dass sie da sind und mir so die Gelegenheit liefern, wieder täglich meine Runde durch den Garten zu drehen. Schließlich wollen sie versorgt werden.

Es ist so spannend zu sehen, welche Persönlichkeiten wir uns da angeschafft haben. Jedes Huhn ist anders und hat eine ganz eigene Art. Insgesamt sind sie auch schon sehr zutraulich, fressen aus der Hand und tolerieren auch schon mal eine streichelnde Hand. Mein Hühnermamaherz ist auf jeden Fall glücklich.

Drei Hühner von Dorothee werden von ihr mit Gras gefüttert
Das schmeckt den Damen.
Dorothee hat ein Seidenhuhn auf der Hand
Das Seidenhuhn ist bereits handzahm.
Dorothee hält glücklich das erste Ei von den eigenen Hühnern in die Kamera
Nach drei Wochen ist es soweit, die erste Junghenne beginnt mit dem Eierlegen.

Burger Hoftrödel

Wie bereits im letzten Jahr nahmen wir wieder am Burger Hoftrödel teil. Die Aktion wird schon sehr gut angenommen und Menschen kommen extra her, um von Haus zu Haus zu schlendern und an den Ständen zu stöbern. Für die Nachbarschaft ist es ebenfalls ein Happening und alle sind fröhlich dabei.

Samstag lag ich leider krank im Bett und verpasste den Auftakt. Sonntag war ich zum Glück wieder auf den Beinen und konnte mittrödeln.

Kunsthandwerkermarkt Kloster Eberbach

Am letzten April-Wochenende hatte mein Mann mit seiner Galerie einen Stand auf dem Kunsthandwerkermarkt im Kloster Eberbach gebucht und mich um Unterstützung gebeten. So fuhr ich mit und verbrachte zwei Tage in dieser herrlichen Klosteranlage. Das Wetter war traumhaft schön. Da ich nicht die ganze Zeit mit am Stand verbringen musste, schlenderte ich umher, beobachtete das Markttreiben und erkundete die Gebäude und den Park.

Der Stand der Galerie war im Mönchsrefektorium untergebracht. Ein großer Raum mit Stuck und Deckenmalerei, Steinboden und einem riesigen alten Holzschrank, der sehr imposant direkt hinter unserem Stand thronte.

Genächtigt haben wir in Bad Schwalbach, ein Kurort ca. 20 Kilometer entfernt. Dort hörte ich bei einem Abendspaziergang die ersten Mauersegler. Für mich eines der schönsten Anzeichen für die bald anstehende wärmere Jahreszeit. Und ihre Rückkehr und Rufe am Himmel stehen dem Glücksgefühl in nichts nach, das gut zwei Monate zuvor die Rückkehr der Kraniche auslöst, die den nahenden Frühling verkünden.

Auf der Rückfahrt ließen wir uns Zeit, fuhren lange nur Landstraße direkt am Rhein entlang und machten einen Abstecher an der Loreley vorbei.

Eine Skulptur der Loreley
Besuch der Loreley.
Dorothee sitzt oben auf dem Loreley-Felsen

Während ich den Rückblick schreibe, ist bereits der Mai angebrochen. Und startet nach strahlendem Sonnenschein mit eindrucksvollem Gewitter. Ich bin gespannt, was er sonst noch bringen wird. Also, auf in den Wonnemonat Mai.

Über die Autorin

Dorothee Dickmann, Online-Redakteurin B.A. seit 2009, war freiberuflich für Online-Medien und eine Internetagentur tätig sowie viele Jahre angestellt in der Online­-­Unternehmens­­kommunikation im Mittelstand. Heute unterstützt sie als Mentorin für Sichtbarkeit und Content Marketing Selbständige und Freiberufler dabei, Klarheit über ihre Kanäle, Inhalte und Positionierung zu gewinnen und Content Marketing strukturiert umzusetzen.

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